Letzes Wochenende ging es zur Izu Halbinsel. Diese ist ca 3 Stunden mit dem Zug von Tokyo aus zu erreichen und befindet sich ca. 150 km südwestlich von Funabashi. Diese Halbinsel is bekannt für die schöne Natur und die vielen heißen Quellen die vielerorts vorhanden sind und die Onsen versorgen.
Ich hatte mir einen groben Plan mit Sehenswürdigkeiten zurechtgelegt und eine Unterkunft für den Samstag reserviert. Jedoch sind mit Sehenswürdigkeiten eher bezaubernde Naturplätze gemeint, als Kunst oder Bauwerke.
Am Samstag morgen habe ich Yuriko in Yokohama angeholt und sind gemeinsam Richtung Atami gefahren. Dort war unser erster Anlaufpunkt ein Pflaumengarten, der Aufgrund der südlichen Lage schon in fortgeschrittener Blütezeit sein sollte. War er auch, aber einige Bäume haben trotzdem sich noch wein wenig zaghaft verhalten.
In dem Garten war ein typisch Traditionelles, und renoviertes Haus eines bedeutenden Künstlers, das auch von innen besucht werden konnte. Da wir strahlendes Wetter und 20°C hatten, konnten wir das helle Holz und die warme Athomsphäre vollends genießen und den eleganten Blick vom Inneren des Gebäudes zu den Pflaumenbäumen werfen. Zudem wurde das Haus in einer Wohlfühl-Architektur gebaut.
Anschließend ging es an der Ostküste entlang bis zu den Ort Kawazu, der für seine frühe Kirschblüte bekannt ist. Was auch viele einheimische auf die Idee gebracht hat bei traumhaften Wetter sich an dieser zu erfreuen.
Von Kawazu ging es mit den Bus zu den 7 Wasserfällen von Kawazu. Diese sollen durch die vielen negativen Wasserionen in der Luft den Körper und den Geist befreien und zur Entspannung beitragen.
Wir haben den Weg entlang der Wasserfälle gewählt und uns erfrischen lassen. Bei dem ersten Wasserfall gab es zudem noch viele Onsen, die man mit einen Badeanzug besuchen konnte.
Auf dem Rückweg mussten wir in der Stadt Kawazu auf unseren Zug warten und so konnten wir uns die Sakura (Kirschblüte) auch bei Nacht anschauen. Von unten mit Halogenstrahlern in weiß und gelb beleuchtet... jetzt kann ich verstehen weshalb die Japaner so einen Aufriss um dieses Spektakel machen. Es ist wirklich herrlich!
Den Abendgeruch in der Luft, die illuminierten Bäume, die sich leicht im Wind bewegen und von denen eine wahnsinnig angenehme Athomspähre ausgeht und laue Temperaturen. Nur der Sake, der typischerweise untern den Bäumen getrunken wird, hat gefehlt :)
Am nächsten Tag haben wir uns Shimoda angeschaut. Eine Stadt, die für ihre alten Häuser aus vergangenen Tagen mit dem sehr individuellen Design berühmt sein sollen. Wurde im Reiseführer schöner beschrieben als es letzendlich war.
Trotz alledem ist diese Stadt inmitten der Natur ein weitaus schönerer Ort als die typische Großstadt mit ihren graußen Betonhäusern und den vereinzelten Bäumen.
Von hier aus ging es eine ganze Weile der Südostküste entlang bis zur Südspitze von der Izu-halbinsel. Dem Cape Irozaki. Schöne Küstenformationen konnte man auf den Weg dorthin aus dem Bus bestaunen. Leider stand die Sonne aber in einen flachen Winkel bei difusen Lichtverhältnissen, sodass wir nicht die 7 vorgelagerten Inseln sehen konnten.
Zum Schluss haben wir uns noch in Shimoda, von dem aus der Erde kommenden heißen Wasser erfreut. Es hat zwar ein wenig gedauert, bis sich unsere Füße an die 60°C Wassertemperatur gewöhnt hatten, aber danach war es sehr entspannend. Diese Wassertemperatur ist ein wenig unter der Temperatur bei der Wasser beim kochen diesen weißen Dampschleier absondert :)
Donnerstag, 19. Februar 2009
Mittwoch, 18. Februar 2009
Erdbeeren und Mito
Letzten Mittwoch war mal wieder ein Feiertag (allerdings der letzte von dem ich während meines Praktikums profetieren kann.) Also haben wir, die Bewohner des Happy Houses gedacht, dass wir an diesen tag doch etwas zusammen unternehmen könnten und nicht nur einfach so den tag verstreichen lassen.
Evegeni, der Praktikant bei BMW ist, hatte sich zu Testzwecken ein Auto organisiert und während er getestet hat, hatten wir die Möglichkeit von A nach B zu gelagen.
Punkt A war unsere Wohnung und Punkt B war als erstes eine Erdbeerfarm. In einen gewächshaus konnte man sich für ca 15 Euro den Bauch mit Erdbeeren vollhauen. 30 Minuten lang. Das Zeitlimit hatten wir zwar erfahren, als die 30Minuten rum waren, aber wir waren bis dahin eh schon satt.
Naja viel über das Erdbeeressen kann man nicht erzählen, wisst ihr ja selber wie das geht :) Die Bilder auf Picasaweb sind wieder kommentiert. Zwischen Weihnachten und Sylvester werden hier, für einen traditionellenKuchen (hier ist irgendwie alles traditionell), frische Erdbeeren benötigt, danach ist aber noch so eine Überproduktion, dass sich das bis in den Januar hinzieht und wie bei uns auch noch Anfang Februar.
Anschließend ging es nach Punkt C. Das war ein Garten in Mito. Mito ist zwar bekannt für Natto, aber auch für den Kairaku-En. Ein Pflaumengarten, der zu den 3 schönsten in Japan zählen soll.
Bekanntermaßen ist ja die Kirschblüte (sakura) bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt. Und vor der Sakura kommen aber noch die Plaumenbäume. Dieser Garten hat Ende Februar bis Anfang März ein Fest um die 3000 Pflaumenbäume, die dann in voller Blüte stehen werden zu feiern.
Wir waren zwar leider noch 14 Tage zu früh, aber der Feiertag musste ja genutzt werden und einige Bäume standen schon in Voller Blüte.

Alle Photos von dem Feiertag-Road Trip hier.
Evegeni, der Praktikant bei BMW ist, hatte sich zu Testzwecken ein Auto organisiert und während er getestet hat, hatten wir die Möglichkeit von A nach B zu gelagen.
Anschließend ging es nach Punkt C. Das war ein Garten in Mito. Mito ist zwar bekannt für Natto, aber auch für den Kairaku-En. Ein Pflaumengarten, der zu den 3 schönsten in Japan zählen soll.
Alle Photos von dem Feiertag-Road Trip hier.
Montag, 2. Februar 2009
Hakuba
Diesen Sonntag gings nach Hakuba - Skifahren :)
Start war Samstagabend 23Uhr, mit dem Nachtbus. 5 Stunden Fahrtzeit und 2-mal halbstündige Pausen. Diese wurden an Rasthöfen abgehalten wo wir zwar keine Reumadecken kaufen mussten aber dennoch recht auffällig 3 Uhr nachts geweckt wurden um in die Läden zu gehen und da was zu kaufen. (Im Picasaweb sind ein paar Bilder davon zu sehen).
5:30 sind wir dann in Hakuba angekommen und dort aus den völlig überheizten Bus (Japaner empfinden 28°C im Bus als angenehm *kopfschüttel*) in die Talstation gewechselt. Dort konnten wir uns noch ein paar Minuten ausruhen und völlig übernächtigt frierend darauf warten, dass die Lifte öffnen.
Bei der Kompletttour für rund 90€ war das Ausleihen der Ausrüstung, der Bustransport und der Skipass enthalten-Rundum sorglos Paket und das recht günstig… Der Ort Hakuba liegt in der Präfektur Nagano und ist ca. 300km nordwestlich von Tokyo in den japanischen Alpen.

Das Ausleihen der Ausrüstung stellte sich als sehr interessant herausgestellt, denn es war nicht alles Inklusive. Die Skier waren äußerst gebraucht und in die Jahre gekommen aber die Kanten waren Okay und durchaus zu gebrauchen (Karvingski 800Yen extra). Bei den Schuhen war ich froh, dass das eine Paar in meiner Schuhgröße (deutsche 44 – also ganz normal :) ) noch verfügbar war. Bei der Hose lief es nicht ganz so gut, denn da war ich mit meinen 1,9m zu groß und musste Aufpreis zahlen! 500Yen. Außerdem noch 500Yen für die Handschuhe, 500Yen für die Brille und weil alle guten Dinge 4 sind (?) 500Yen für eine zwielichtige Versicherung, die uns bei Verlust der Ausrüstung den vollen Preis zahlen lässt, nicht auszulassen war und auch nach vollständiger Zurückgabe nicht das Geld wiedergab… naja in Österreich kostet das Skifahren auch viel Geld (hrrrr diese Österreicher :P )
7Uhr hat der erste Lift für die Anfängerpiste geöffnet gehabt, den wir auch genommen hatten. Die Piste war gut präpariert und leicht zu fahren, nachdem ich ja nun schon 2 oder 3 Jahre nicht mehr gefahren bin, also ideal um wieder zu entrosten.

Das Wetter war durchwachsen wechseln und nicht beklagenswert, bei -3°C leichtem eisigem Wind, teilweise nebeliges und teilweise komplett klares sonniges Kaiserwetter. Die Schneeverhältnisse anfangs ein wenig eisig/harsch, dann schön pulvrig und kein wenig sülzig. Hat richtig Spaß gemacht, vor allem gegen Ende hin, da wir dann so ziemlich die einzigen waren die noch die Bergtour gefahren sind, die Mehrheit hatte sich dann auf den Talhängen verteilt – Alles im Allen war es herrlich schön. Auch heute nur ein wenig Muskelkater und sonst alles bestens. Hat sich also vollends gelohnt.

Die Rück tour ging 17Uhr los, sodass wir bis 16:15 gefahren sind. War ein richtig langer Tag auf der Piste aber richtig schön und 24 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Schlafen im Bus war fast nicht möglich (ich möchte jetzt den ¾ Liter Cola den ich vor lauter Durst vor der Fahrt noch getrunken habe nicht die Schuld geben ;) aber die Sitze in den Bus sind so dimensioniert, dass sie normale Japaner aushalten, aber ich und Andrei, beide kein breites Kreuz, hatten unsere Probleme, beide nebeneinander angelehnt zu sitzen. :)
Alle Photos vom Skitrip hier.
5:30 sind wir dann in Hakuba angekommen und dort aus den völlig überheizten Bus (Japaner empfinden 28°C im Bus als angenehm *kopfschüttel*) in die Talstation gewechselt. Dort konnten wir uns noch ein paar Minuten ausruhen und völlig übernächtigt frierend darauf warten, dass die Lifte öffnen.
Bei der Kompletttour für rund 90€ war das Ausleihen der Ausrüstung, der Bustransport und der Skipass enthalten-Rundum sorglos Paket und das recht günstig… Der Ort Hakuba liegt in der Präfektur Nagano und ist ca. 300km nordwestlich von Tokyo in den japanischen Alpen.
Das Ausleihen der Ausrüstung stellte sich als sehr interessant herausgestellt, denn es war nicht alles Inklusive. Die Skier waren äußerst gebraucht und in die Jahre gekommen aber die Kanten waren Okay und durchaus zu gebrauchen (Karvingski 800Yen extra). Bei den Schuhen war ich froh, dass das eine Paar in meiner Schuhgröße (deutsche 44 – also ganz normal :) ) noch verfügbar war. Bei der Hose lief es nicht ganz so gut, denn da war ich mit meinen 1,9m zu groß und musste Aufpreis zahlen! 500Yen. Außerdem noch 500Yen für die Handschuhe, 500Yen für die Brille und weil alle guten Dinge 4 sind (?) 500Yen für eine zwielichtige Versicherung, die uns bei Verlust der Ausrüstung den vollen Preis zahlen lässt, nicht auszulassen war und auch nach vollständiger Zurückgabe nicht das Geld wiedergab… naja in Österreich kostet das Skifahren auch viel Geld (hrrrr diese Österreicher :P )
7Uhr hat der erste Lift für die Anfängerpiste geöffnet gehabt, den wir auch genommen hatten. Die Piste war gut präpariert und leicht zu fahren, nachdem ich ja nun schon 2 oder 3 Jahre nicht mehr gefahren bin, also ideal um wieder zu entrosten.
Das Wetter war durchwachsen wechseln und nicht beklagenswert, bei -3°C leichtem eisigem Wind, teilweise nebeliges und teilweise komplett klares sonniges Kaiserwetter. Die Schneeverhältnisse anfangs ein wenig eisig/harsch, dann schön pulvrig und kein wenig sülzig. Hat richtig Spaß gemacht, vor allem gegen Ende hin, da wir dann so ziemlich die einzigen waren die noch die Bergtour gefahren sind, die Mehrheit hatte sich dann auf den Talhängen verteilt – Alles im Allen war es herrlich schön. Auch heute nur ein wenig Muskelkater und sonst alles bestens. Hat sich also vollends gelohnt.
Die Rück tour ging 17Uhr los, sodass wir bis 16:15 gefahren sind. War ein richtig langer Tag auf der Piste aber richtig schön und 24 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Schlafen im Bus war fast nicht möglich (ich möchte jetzt den ¾ Liter Cola den ich vor lauter Durst vor der Fahrt noch getrunken habe nicht die Schuld geben ;) aber die Sitze in den Bus sind so dimensioniert, dass sie normale Japaner aushalten, aber ich und Andrei, beide kein breites Kreuz, hatten unsere Probleme, beide nebeneinander angelehnt zu sitzen. :)
Alle Photos vom Skitrip hier.
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