Letzes Wochenende ging es zur Izu Halbinsel. Diese ist ca 3 Stunden mit dem Zug von Tokyo aus zu erreichen und befindet sich ca. 150 km südwestlich von Funabashi. Diese Halbinsel is bekannt für die schöne Natur und die vielen heißen Quellen die vielerorts vorhanden sind und die Onsen versorgen.
Ich hatte mir einen groben Plan mit Sehenswürdigkeiten zurechtgelegt und eine Unterkunft für den Samstag reserviert. Jedoch sind mit Sehenswürdigkeiten eher bezaubernde Naturplätze gemeint, als Kunst oder Bauwerke.
Am Samstag morgen habe ich Yuriko in Yokohama angeholt und sind gemeinsam Richtung Atami gefahren. Dort war unser erster Anlaufpunkt ein Pflaumengarten, der Aufgrund der südlichen Lage schon in fortgeschrittener Blütezeit sein sollte. War er auch, aber einige Bäume haben trotzdem sich noch wein wenig zaghaft verhalten.
In dem Garten war ein typisch Traditionelles, und renoviertes Haus eines bedeutenden Künstlers, das auch von innen besucht werden konnte. Da wir strahlendes Wetter und 20°C hatten, konnten wir das helle Holz und die warme Athomsphäre vollends genießen und den eleganten Blick vom Inneren des Gebäudes zu den Pflaumenbäumen werfen. Zudem wurde das Haus in einer Wohlfühl-Architektur gebaut.
Anschließend ging es an der Ostküste entlang bis zu den Ort Kawazu, der für seine frühe Kirschblüte bekannt ist. Was auch viele einheimische auf die Idee gebracht hat bei traumhaften Wetter sich an dieser zu erfreuen.
Von Kawazu ging es mit den Bus zu den 7 Wasserfällen von Kawazu. Diese sollen durch die vielen negativen Wasserionen in der Luft den Körper und den Geist befreien und zur Entspannung beitragen.
Wir haben den Weg entlang der Wasserfälle gewählt und uns erfrischen lassen. Bei dem ersten Wasserfall gab es zudem noch viele Onsen, die man mit einen Badeanzug besuchen konnte.
Auf dem Rückweg mussten wir in der Stadt Kawazu auf unseren Zug warten und so konnten wir uns die Sakura (Kirschblüte) auch bei Nacht anschauen. Von unten mit Halogenstrahlern in weiß und gelb beleuchtet... jetzt kann ich verstehen weshalb die Japaner so einen Aufriss um dieses Spektakel machen. Es ist wirklich herrlich!
Den Abendgeruch in der Luft, die illuminierten Bäume, die sich leicht im Wind bewegen und von denen eine wahnsinnig angenehme Athomspähre ausgeht und laue Temperaturen. Nur der Sake, der typischerweise untern den Bäumen getrunken wird, hat gefehlt :)
Am nächsten Tag haben wir uns Shimoda angeschaut. Eine Stadt, die für ihre alten Häuser aus vergangenen Tagen mit dem sehr individuellen Design berühmt sein sollen. Wurde im Reiseführer schöner beschrieben als es letzendlich war.
Trotz alledem ist diese Stadt inmitten der Natur ein weitaus schönerer Ort als die typische Großstadt mit ihren graußen Betonhäusern und den vereinzelten Bäumen.
Von hier aus ging es eine ganze Weile der Südostküste entlang bis zur Südspitze von der Izu-halbinsel. Dem Cape Irozaki. Schöne Küstenformationen konnte man auf den Weg dorthin aus dem Bus bestaunen. Leider stand die Sonne aber in einen flachen Winkel bei difusen Lichtverhältnissen, sodass wir nicht die 7 vorgelagerten Inseln sehen konnten.
Zum Schluss haben wir uns noch in Shimoda, von dem aus der Erde kommenden heißen Wasser erfreut. Es hat zwar ein wenig gedauert, bis sich unsere Füße an die 60°C Wassertemperatur gewöhnt hatten, aber danach war es sehr entspannend. Diese Wassertemperatur ist ein wenig unter der Temperatur bei der Wasser beim kochen diesen weißen Dampschleier absondert :)
Donnerstag, 19. Februar 2009
Mittwoch, 18. Februar 2009
Erdbeeren und Mito
Letzten Mittwoch war mal wieder ein Feiertag (allerdings der letzte von dem ich während meines Praktikums profetieren kann.) Also haben wir, die Bewohner des Happy Houses gedacht, dass wir an diesen tag doch etwas zusammen unternehmen könnten und nicht nur einfach so den tag verstreichen lassen.
Evegeni, der Praktikant bei BMW ist, hatte sich zu Testzwecken ein Auto organisiert und während er getestet hat, hatten wir die Möglichkeit von A nach B zu gelagen.
Punkt A war unsere Wohnung und Punkt B war als erstes eine Erdbeerfarm. In einen gewächshaus konnte man sich für ca 15 Euro den Bauch mit Erdbeeren vollhauen. 30 Minuten lang. Das Zeitlimit hatten wir zwar erfahren, als die 30Minuten rum waren, aber wir waren bis dahin eh schon satt.
Naja viel über das Erdbeeressen kann man nicht erzählen, wisst ihr ja selber wie das geht :) Die Bilder auf Picasaweb sind wieder kommentiert. Zwischen Weihnachten und Sylvester werden hier, für einen traditionellenKuchen (hier ist irgendwie alles traditionell), frische Erdbeeren benötigt, danach ist aber noch so eine Überproduktion, dass sich das bis in den Januar hinzieht und wie bei uns auch noch Anfang Februar.
Anschließend ging es nach Punkt C. Das war ein Garten in Mito. Mito ist zwar bekannt für Natto, aber auch für den Kairaku-En. Ein Pflaumengarten, der zu den 3 schönsten in Japan zählen soll.
Bekanntermaßen ist ja die Kirschblüte (sakura) bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt. Und vor der Sakura kommen aber noch die Plaumenbäume. Dieser Garten hat Ende Februar bis Anfang März ein Fest um die 3000 Pflaumenbäume, die dann in voller Blüte stehen werden zu feiern.
Wir waren zwar leider noch 14 Tage zu früh, aber der Feiertag musste ja genutzt werden und einige Bäume standen schon in Voller Blüte.

Alle Photos von dem Feiertag-Road Trip hier.
Evegeni, der Praktikant bei BMW ist, hatte sich zu Testzwecken ein Auto organisiert und während er getestet hat, hatten wir die Möglichkeit von A nach B zu gelagen.
Anschließend ging es nach Punkt C. Das war ein Garten in Mito. Mito ist zwar bekannt für Natto, aber auch für den Kairaku-En. Ein Pflaumengarten, der zu den 3 schönsten in Japan zählen soll.
Alle Photos von dem Feiertag-Road Trip hier.
Montag, 2. Februar 2009
Hakuba
Diesen Sonntag gings nach Hakuba - Skifahren :)
Start war Samstagabend 23Uhr, mit dem Nachtbus. 5 Stunden Fahrtzeit und 2-mal halbstündige Pausen. Diese wurden an Rasthöfen abgehalten wo wir zwar keine Reumadecken kaufen mussten aber dennoch recht auffällig 3 Uhr nachts geweckt wurden um in die Läden zu gehen und da was zu kaufen. (Im Picasaweb sind ein paar Bilder davon zu sehen).
5:30 sind wir dann in Hakuba angekommen und dort aus den völlig überheizten Bus (Japaner empfinden 28°C im Bus als angenehm *kopfschüttel*) in die Talstation gewechselt. Dort konnten wir uns noch ein paar Minuten ausruhen und völlig übernächtigt frierend darauf warten, dass die Lifte öffnen.
Bei der Kompletttour für rund 90€ war das Ausleihen der Ausrüstung, der Bustransport und der Skipass enthalten-Rundum sorglos Paket und das recht günstig… Der Ort Hakuba liegt in der Präfektur Nagano und ist ca. 300km nordwestlich von Tokyo in den japanischen Alpen.

Das Ausleihen der Ausrüstung stellte sich als sehr interessant herausgestellt, denn es war nicht alles Inklusive. Die Skier waren äußerst gebraucht und in die Jahre gekommen aber die Kanten waren Okay und durchaus zu gebrauchen (Karvingski 800Yen extra). Bei den Schuhen war ich froh, dass das eine Paar in meiner Schuhgröße (deutsche 44 – also ganz normal :) ) noch verfügbar war. Bei der Hose lief es nicht ganz so gut, denn da war ich mit meinen 1,9m zu groß und musste Aufpreis zahlen! 500Yen. Außerdem noch 500Yen für die Handschuhe, 500Yen für die Brille und weil alle guten Dinge 4 sind (?) 500Yen für eine zwielichtige Versicherung, die uns bei Verlust der Ausrüstung den vollen Preis zahlen lässt, nicht auszulassen war und auch nach vollständiger Zurückgabe nicht das Geld wiedergab… naja in Österreich kostet das Skifahren auch viel Geld (hrrrr diese Österreicher :P )
7Uhr hat der erste Lift für die Anfängerpiste geöffnet gehabt, den wir auch genommen hatten. Die Piste war gut präpariert und leicht zu fahren, nachdem ich ja nun schon 2 oder 3 Jahre nicht mehr gefahren bin, also ideal um wieder zu entrosten.

Das Wetter war durchwachsen wechseln und nicht beklagenswert, bei -3°C leichtem eisigem Wind, teilweise nebeliges und teilweise komplett klares sonniges Kaiserwetter. Die Schneeverhältnisse anfangs ein wenig eisig/harsch, dann schön pulvrig und kein wenig sülzig. Hat richtig Spaß gemacht, vor allem gegen Ende hin, da wir dann so ziemlich die einzigen waren die noch die Bergtour gefahren sind, die Mehrheit hatte sich dann auf den Talhängen verteilt – Alles im Allen war es herrlich schön. Auch heute nur ein wenig Muskelkater und sonst alles bestens. Hat sich also vollends gelohnt.

Die Rück tour ging 17Uhr los, sodass wir bis 16:15 gefahren sind. War ein richtig langer Tag auf der Piste aber richtig schön und 24 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Schlafen im Bus war fast nicht möglich (ich möchte jetzt den ¾ Liter Cola den ich vor lauter Durst vor der Fahrt noch getrunken habe nicht die Schuld geben ;) aber die Sitze in den Bus sind so dimensioniert, dass sie normale Japaner aushalten, aber ich und Andrei, beide kein breites Kreuz, hatten unsere Probleme, beide nebeneinander angelehnt zu sitzen. :)
Alle Photos vom Skitrip hier.
5:30 sind wir dann in Hakuba angekommen und dort aus den völlig überheizten Bus (Japaner empfinden 28°C im Bus als angenehm *kopfschüttel*) in die Talstation gewechselt. Dort konnten wir uns noch ein paar Minuten ausruhen und völlig übernächtigt frierend darauf warten, dass die Lifte öffnen.
Bei der Kompletttour für rund 90€ war das Ausleihen der Ausrüstung, der Bustransport und der Skipass enthalten-Rundum sorglos Paket und das recht günstig… Der Ort Hakuba liegt in der Präfektur Nagano und ist ca. 300km nordwestlich von Tokyo in den japanischen Alpen.
Das Ausleihen der Ausrüstung stellte sich als sehr interessant herausgestellt, denn es war nicht alles Inklusive. Die Skier waren äußerst gebraucht und in die Jahre gekommen aber die Kanten waren Okay und durchaus zu gebrauchen (Karvingski 800Yen extra). Bei den Schuhen war ich froh, dass das eine Paar in meiner Schuhgröße (deutsche 44 – also ganz normal :) ) noch verfügbar war. Bei der Hose lief es nicht ganz so gut, denn da war ich mit meinen 1,9m zu groß und musste Aufpreis zahlen! 500Yen. Außerdem noch 500Yen für die Handschuhe, 500Yen für die Brille und weil alle guten Dinge 4 sind (?) 500Yen für eine zwielichtige Versicherung, die uns bei Verlust der Ausrüstung den vollen Preis zahlen lässt, nicht auszulassen war und auch nach vollständiger Zurückgabe nicht das Geld wiedergab… naja in Österreich kostet das Skifahren auch viel Geld (hrrrr diese Österreicher :P )
7Uhr hat der erste Lift für die Anfängerpiste geöffnet gehabt, den wir auch genommen hatten. Die Piste war gut präpariert und leicht zu fahren, nachdem ich ja nun schon 2 oder 3 Jahre nicht mehr gefahren bin, also ideal um wieder zu entrosten.
Das Wetter war durchwachsen wechseln und nicht beklagenswert, bei -3°C leichtem eisigem Wind, teilweise nebeliges und teilweise komplett klares sonniges Kaiserwetter. Die Schneeverhältnisse anfangs ein wenig eisig/harsch, dann schön pulvrig und kein wenig sülzig. Hat richtig Spaß gemacht, vor allem gegen Ende hin, da wir dann so ziemlich die einzigen waren die noch die Bergtour gefahren sind, die Mehrheit hatte sich dann auf den Talhängen verteilt – Alles im Allen war es herrlich schön. Auch heute nur ein wenig Muskelkater und sonst alles bestens. Hat sich also vollends gelohnt.
Die Rück tour ging 17Uhr los, sodass wir bis 16:15 gefahren sind. War ein richtig langer Tag auf der Piste aber richtig schön und 24 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Schlafen im Bus war fast nicht möglich (ich möchte jetzt den ¾ Liter Cola den ich vor lauter Durst vor der Fahrt noch getrunken habe nicht die Schuld geben ;) aber die Sitze in den Bus sind so dimensioniert, dass sie normale Japaner aushalten, aber ich und Andrei, beide kein breites Kreuz, hatten unsere Probleme, beide nebeneinander angelehnt zu sitzen. :)
Alle Photos vom Skitrip hier.
Dienstag, 27. Januar 2009
Ereignisse im Januar
Endlich gibt es wieder mal was zu lesen. Diesmal hatte die Verzögerung nicht an der fehlenden Schreiblust gelegen, sondern eher an den ereignislosen Wochenenden, worüber man nicht viel erzählen kann. Da es geregnet hatte und ich auch keine großartigen Ausflüge unternommen habe.
Es hat sich aber immer mal wieder etwas getan, sodass ich hier mal die einzelnen Ereignisse nennen möchte.
10. Januar

An diesem Tag bin ich mit Nora und Jan in die Tempelstadt Yanaka gefahren. Das ist ein Stadtteil im Norden von Tokyo und wurde im Reisefüher als kleine Idyle beschrieben, was es auch ist. Hier gibt es eine Gegend in der Tempel an Tempel ist und viel Buddismus praktiziert wird. Was wir nicht wussten ist das es alles Friedhöfe sind!
Jeder Temepl ist ein Friedhof und grenzt an den anderen Friedhof an, was dem ganzen einen seltsamen Eindruck vermittelt, wenn man wie bei Gartenzäunen zum Nachtbarn herüberschaut und auch nur Grabsteine sieht.

Wir waren auch in einer kleinen Kunstaustellung und haben uns dort die Ausstellungsgegenstände und Gemälde angeschaut, was nicht sonderlich erwähnenswert ist, jedoch war das Museum in einen alten traditionellen Gebäude und man konnte dieses somit auch einmal von Innen sehen.
Im Grunde genommen nimmt es sich nicht viel von unseren Fachwerkhäusern, bei denen auch das Gefache mit Lehm ausgekleidet wird und Holzdielen den Boden bilden. Besonders schön war das Fenster zu dem Hof. (der Hof war 1,0x1,8m groß aber mit einen Steingarten versehen.
Das Fenster war Holzgerippe und Papierbezug, wobei man ein Blumenmuster, das in das Papier geprägt ist, milchig durchscheinen sah.
11. Januar

An diesem Abend sind wir Shabu-shabu essen gewesen. Shabu-shabu ist ähnlich wie Fondue. Andrei hatte für uns ein privaten Raum in einen sehr schönen Restaurante in Tsudanuma (3Bahnstationen entfernt) reserviert, sodass wir unter uns sein konnten. Auf den Kniehohen Tisch waren 2 Töpfe mit Wasser auf den eingelassenen Kochplatten gestellt, Induktionskochfläche versteht sich :) Wir bekamen Gemüse und Soßen und das was die Hauptsache beim Shabu-Shabu ist, in dünnen Scheiben geschnittenes rohes Fleisch, dass wir uns in der Brühe kochen und gemeinsam mit dem Gemüse schmecken lassen konnten.

Das besonders nette an diesem Restaurant war: All you can eat. (Essen soviel man kann)
Und das war alles nur Fleisch... Lecker!
Ich denke die Restaurantbesitzer fluchen immer schon, wenn Europäer dieses Menu bestellen und ordentlich reinhauen. *grins* Naja und bei gegarten Rindfleisch in Pinienkernsoße mit Sesamkörnern habe ich es mir reichlich schmecken lassen ;)
12.Januar
Das ist das Fest bei dem alle Japaner, die im letzten Jahr 20 geworden sind, ihre Volljährigkeit feiern. Das schöne daran ist, das dies in traditioneller Kleidung geschieht - was soviel heißt wie: Jede menge hünsche Japanerinen im Kimono. Naja und da haben wir uns nicht lumpen lassen und sind nach Shibuya gefahren um uns ein paar Mädels anzuschauen. Und wir haben einige gesehen. Leider waren aber auch viele Leute unterwegs, sodass ich nicht allzuviele Photos von den Mädels habe.
Jungen haben wir nicht viele gesehen, da diese Anzüge tragen, und da hier die männliche Bevölkerung eh zumeist in Anzügen unterwegs ist, sind diese nicht sonderlich aufgefallen.
25. Januar
Moch-making-party.
Motchi wird im deutschen mit Reiskleie oder Reiskuchen übersetzt. Einfach nur fester Pamps trifft die Sache aber auch schon recht gut. Um Mochi herzustellen muss man erst speziellen Reis kochen (ja dieser Reis ist noch klebriger und noch geschmackloser als der normale Reis) und dann diesen mit Hämmern in hölzernen Kuhlen verdichten, damit ein durchgängiger Brei entsteht, den man dann mit den Händen in Stücke teilt. Anschließend kann man diese Mochi dann in Gewürzen rollen oder mit getrockneten Algenblättern oder was ich am wohschmeckensten Empfand mit süßen roten Bohnen essen.
Die Konsistenz des Motchis beim Essen kann man zwischen schwer mit den Zähnen zerteilbar, über klebrig zäh bis hin zu abgebundenen Tapetenkleister einstufen. Zu dem Geschmak gibt unsere deutsche Sprache nicht mehr her als fad, allenfalls interessant. :) Und weil das den Japaner auch so geht, wird das mit Gewürzen und anderen "Beilagen" serviert.
Da dieses Essen ein traditionelles Sylvester /Winter -Gericht ist, und die typischste Variante in getrockneten Algenblättern gegessen wird (wobei die Algenlätter den Feutigkeitsgehalt nicht gerade erhöhen) sterben jedes jahr viele ältere Leute an diesen Essen weil sie beim Schlucken daran ersticken.
So genug über die schlechten Eigenschaften dieses Gerichtes geredet (hat man nichts verpasst) so wollte ich noch kurz erwähnen wie wir dazu kamen. Ein Arbeitskollege von Gerald hat uns (Evegeni, Andrei, Gerald und mich) zu sich nach Hause eingeladen um die Mochiparty, die als Strassenfest bei ihm stadtfand, mit zu erleben.

Zudem wollen er und seine Frau uns mal kennenlernen und ich denke auch einmal ein wenig ihre Englischkenntnisse verwenden. :) Jedenfalls war es ein sehr netter Tag, denn von 11:30 bis 17 Uhr waren wir bei Herrn Serino und seiner Frau eingeladen und diese haben uns bekocht und uns irgendwie zwanghaft genötigt Alkohol (im speziellen Bier) zu trinken. Scheinbar gibt es hier in Japan ein gerücht, dass deutsche ausschlißelich Bier trinken. Nichtsdestotrotz waren sie sehr höflich und freundlich.
Das Haus ist am westlichen Rand von Tokyo gelegen und auf einen Hang mit schönen Blick auf einen park. Dort bewohnen sie eine Wohnung, die mit einer Treppe in eine 2. Etage mit einen Dachbalkon führt. In dem oberen Raum haben wir uns nach dem Strassenfest aufgehalten um zu quatschen zu trinken und vor allem Dart zu spielen.

Die Details im einzelnen sieht man am besten auf den kommentierten Photos hier.
Es hat sich aber immer mal wieder etwas getan, sodass ich hier mal die einzelnen Ereignisse nennen möchte.
10. Januar
An diesem Tag bin ich mit Nora und Jan in die Tempelstadt Yanaka gefahren. Das ist ein Stadtteil im Norden von Tokyo und wurde im Reisefüher als kleine Idyle beschrieben, was es auch ist. Hier gibt es eine Gegend in der Tempel an Tempel ist und viel Buddismus praktiziert wird. Was wir nicht wussten ist das es alles Friedhöfe sind!
Jeder Temepl ist ein Friedhof und grenzt an den anderen Friedhof an, was dem ganzen einen seltsamen Eindruck vermittelt, wenn man wie bei Gartenzäunen zum Nachtbarn herüberschaut und auch nur Grabsteine sieht.
Wir waren auch in einer kleinen Kunstaustellung und haben uns dort die Ausstellungsgegenstände und Gemälde angeschaut, was nicht sonderlich erwähnenswert ist, jedoch war das Museum in einen alten traditionellen Gebäude und man konnte dieses somit auch einmal von Innen sehen.
Im Grunde genommen nimmt es sich nicht viel von unseren Fachwerkhäusern, bei denen auch das Gefache mit Lehm ausgekleidet wird und Holzdielen den Boden bilden. Besonders schön war das Fenster zu dem Hof. (der Hof war 1,0x1,8m groß aber mit einen Steingarten versehen.
11. Januar
An diesem Abend sind wir Shabu-shabu essen gewesen. Shabu-shabu ist ähnlich wie Fondue. Andrei hatte für uns ein privaten Raum in einen sehr schönen Restaurante in Tsudanuma (3Bahnstationen entfernt) reserviert, sodass wir unter uns sein konnten. Auf den Kniehohen Tisch waren 2 Töpfe mit Wasser auf den eingelassenen Kochplatten gestellt, Induktionskochfläche versteht sich :) Wir bekamen Gemüse und Soßen und das was die Hauptsache beim Shabu-Shabu ist, in dünnen Scheiben geschnittenes rohes Fleisch, dass wir uns in der Brühe kochen und gemeinsam mit dem Gemüse schmecken lassen konnten.
Das besonders nette an diesem Restaurant war: All you can eat. (Essen soviel man kann)
Und das war alles nur Fleisch... Lecker!
Ich denke die Restaurantbesitzer fluchen immer schon, wenn Europäer dieses Menu bestellen und ordentlich reinhauen. *grins* Naja und bei gegarten Rindfleisch in Pinienkernsoße mit Sesamkörnern habe ich es mir reichlich schmecken lassen ;)
12.Januar
Das ist das Fest bei dem alle Japaner, die im letzten Jahr 20 geworden sind, ihre Volljährigkeit feiern. Das schöne daran ist, das dies in traditioneller Kleidung geschieht - was soviel heißt wie: Jede menge hünsche Japanerinen im Kimono. Naja und da haben wir uns nicht lumpen lassen und sind nach Shibuya gefahren um uns ein paar Mädels anzuschauen. Und wir haben einige gesehen. Leider waren aber auch viele Leute unterwegs, sodass ich nicht allzuviele Photos von den Mädels habe.
25. Januar
Moch-making-party.
Motchi wird im deutschen mit Reiskleie oder Reiskuchen übersetzt. Einfach nur fester Pamps trifft die Sache aber auch schon recht gut. Um Mochi herzustellen muss man erst speziellen Reis kochen (ja dieser Reis ist noch klebriger und noch geschmackloser als der normale Reis) und dann diesen mit Hämmern in hölzernen Kuhlen verdichten, damit ein durchgängiger Brei entsteht, den man dann mit den Händen in Stücke teilt. Anschließend kann man diese Mochi dann in Gewürzen rollen oder mit getrockneten Algenblättern oder was ich am wohschmeckensten Empfand mit süßen roten Bohnen essen.
Da dieses Essen ein traditionelles Sylvester /Winter -Gericht ist, und die typischste Variante in getrockneten Algenblättern gegessen wird (wobei die Algenlätter den Feutigkeitsgehalt nicht gerade erhöhen) sterben jedes jahr viele ältere Leute an diesen Essen weil sie beim Schlucken daran ersticken.
So genug über die schlechten Eigenschaften dieses Gerichtes geredet (hat man nichts verpasst) so wollte ich noch kurz erwähnen wie wir dazu kamen. Ein Arbeitskollege von Gerald hat uns (Evegeni, Andrei, Gerald und mich) zu sich nach Hause eingeladen um die Mochiparty, die als Strassenfest bei ihm stadtfand, mit zu erleben.
Zudem wollen er und seine Frau uns mal kennenlernen und ich denke auch einmal ein wenig ihre Englischkenntnisse verwenden. :) Jedenfalls war es ein sehr netter Tag, denn von 11:30 bis 17 Uhr waren wir bei Herrn Serino und seiner Frau eingeladen und diese haben uns bekocht und uns irgendwie zwanghaft genötigt Alkohol (im speziellen Bier) zu trinken. Scheinbar gibt es hier in Japan ein gerücht, dass deutsche ausschlißelich Bier trinken. Nichtsdestotrotz waren sie sehr höflich und freundlich.
Das Haus ist am westlichen Rand von Tokyo gelegen und auf einen Hang mit schönen Blick auf einen park. Dort bewohnen sie eine Wohnung, die mit einer Treppe in eine 2. Etage mit einen Dachbalkon führt. In dem oberen Raum haben wir uns nach dem Strassenfest aufgehalten um zu quatschen zu trinken und vor allem Dart zu spielen.
Die Details im einzelnen sieht man am besten auf den kommentierten Photos hier.
Montag, 5. Januar 2009
BOSO-Ausflug
Diesen Sonntag habe ich endlich das schöne Winterwetter genutzt um den lange schon anvisierten Ausflug zur Westküste der Boso Halbinsel durchzuführen.
Zuerst ging es fast bis zum Süden zu Punkt B, nach Tateyama. Das ist eine Stadt die rund 120km entfernt von Punkt A (Funabahsi, wo ich wohne) ist. Hier habe ich mir das Tatayama Castle angeschaut. Wunderschöner Bau! So wie man sich ein japanisches kleine Schloss vorstellt. Auf einer Bergkuppe errichtet mit Blick auf das Umland und umgeben von Kirschbäumen die zur traditionellen Kirschblüte, Sakura, mit dem Schloss sicherlich ein grandioses Bild ergeben.
Schon alleine die Stadt ist sehr schön, da hier überall Palmen stehen und ein Sandstrand mit dunklen Sand sehr einladend war, wäre da nicht dieser furchtbar kalte Wind gewesen. (Furchtbar kalt ist hier ca 8/10°C, Plus versteht sich :P )
Anschließend ging es dann etappenweise Richtung Norden. Natürlich mit der Bahn, da ich hier kein Auto habe und wir es ja schon einmal mit dem Fahrrad probiert hatten und gescheitert sind. Die nächste Sation heißt Awakatsuyama (Punkt C). Hier ist auch eine Burg im japanischen Stil, die sich aber, nach einen wirklich sehr abenteuerlichen Weg (da geht vll. nur 1Person jede Woche hoch), als Aussichtspunkt entpuppt hat. Aussicht hatte man auf jeden Fall von hier oben!
Die nächste Station war eigentlich der Hauptgrund für die Reise. Eine Überdiemensionale Buddhastatue (33Meter) und viele kleine Buddha Statuen (rund 1000) die sich auf einen Berggelände erstrecken. Um dort hin zu gelangen hat man die Möglichkeit auf der flachen Seite des Berges (300m) hoch zu wandern oder mit dem Auto zu fahren oder auf der steilen Seite. Da die Japaner aber ungemein Lauffaul sind, haben sie eine Seilbahn gebaut.
Da mir aber die Worte meiner guten Freundin Julia in den Ohren lagen (an dieser Stelle schöne Grüße nach Südamerika :) ) "Es ist nicht das selbe, wenn du ein Berg selber erklommen hast und bei jedem Schritt gekeucht und geschwitzt hast oder wenn du mit dem Auto/Seilbahn wie zum Gipfel fährst. Du hast das gefühl das du dir diese Sicht erkämpft hast!" :)
Naja und da habe ich mich nicht lumpen lassen und bin die einsame Treppe gelaufen und die Sicht von dort oben ist phänomenal, auch wenn ich geschwitzt und gekeucht habe (300Höhenmeter in knapp 30min).
Am Berggipfel habe ich sogar ganz vergessen weshalb ich auf den Berg gestiegen bin, wenn nicht der Aussicht wegen. Die Buddha´s... am besten einfach mal die Bilder auf Picasaweb anschauen.
Der obere Buddha ist der Nihon-ji, ein Tempel zum beten, der Aus den Felsen gehauen und geformt wurde.
Der untere ist in Stein in den Felsen gahauen. Diesen empfand ich als wesentlich beeindruckender, da die Felsen in der Umgebunf alle rechtwinklig zuliefen und bearbeitet wurden, aber das über hunderte von Metern.
Der Abstieg wurde in der Hälfte der Zeit bewältigt, obwohl ich weiß, dass man keinen Berg hinunterjoggend sollte. Aber ich musste meine Bahn erwischen, weil die nur stündlich fahren und 500Yen für die Seilbahn war es mir nicht Wert, zudem lauf ich ja gerne :) Naja gerannt incl. Wadenkrämpfe, und dann vollkommen verschwitzt am Bahnhof angekommen und tatsächlich in der Minute fuhr auch schon ein Zug ein in den ich Hals über Kopf gesprungen bin.
Leider war das ein Sonderzug. Expresszuschlag von 500Yen war fällig! *lach* Der Herr gibt der Herr nimmt... naja jedenfalls habe ich es noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang zum Punkt E geschafft.
Eine 56m große Beton Frau oder wieder ein Buddha? Jedenfalls komplett von innen begehbar und als Aussichtspunkt gedacht. Das habe ich aber aufgrund der Dunkelheit und der vielen schönen Aussicht am Tag dann aber sein lassen.
Alle Photos vom Ausflug auf Picasaweb.
Zuerst ging es fast bis zum Süden zu Punkt B, nach Tateyama. Das ist eine Stadt die rund 120km entfernt von Punkt A (Funabahsi, wo ich wohne) ist. Hier habe ich mir das Tatayama Castle angeschaut. Wunderschöner Bau! So wie man sich ein japanisches kleine Schloss vorstellt. Auf einer Bergkuppe errichtet mit Blick auf das Umland und umgeben von Kirschbäumen die zur traditionellen Kirschblüte, Sakura, mit dem Schloss sicherlich ein grandioses Bild ergeben.Da mir aber die Worte meiner guten Freundin Julia in den Ohren lagen (an dieser Stelle schöne Grüße nach Südamerika :) ) "Es ist nicht das selbe, wenn du ein Berg selber erklommen hast und bei jedem Schritt gekeucht und geschwitzt hast oder wenn du mit dem Auto/Seilbahn wie zum Gipfel fährst. Du hast das gefühl das du dir diese Sicht erkämpft hast!" :)
Am Berggipfel habe ich sogar ganz vergessen weshalb ich auf den Berg gestiegen bin, wenn nicht der Aussicht wegen. Die Buddha´s... am besten einfach mal die Bilder auf Picasaweb anschauen.
Der untere ist in Stein in den Felsen gahauen. Diesen empfand ich als wesentlich beeindruckender, da die Felsen in der Umgebunf alle rechtwinklig zuliefen und bearbeitet wurden, aber das über hunderte von Metern.
Leider war das ein Sonderzug. Expresszuschlag von 500Yen war fällig! *lach* Der Herr gibt der Herr nimmt... naja jedenfalls habe ich es noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang zum Punkt E geschafft.
Eine 56m große Beton Frau oder wieder ein Buddha? Jedenfalls komplett von innen begehbar und als Aussichtspunkt gedacht. Das habe ich aber aufgrund der Dunkelheit und der vielen schönen Aussicht am Tag dann aber sein lassen.
Silvester und die ersten Tage des Neuen Jahres
Silvester wird in Japan nicht sonderlich groß gefeiert. Es ist das Fest für die Familie. Am Vortag reinigt man die ganze Wohnung von oben bis unten und am Silvesterabend sitzt die Familie zusammen und isst traditionell Soba. Das sind Nudel in Soyasauce und man schenkt sich Kleinigkeiten, wobei in den meisten Fällen es Geld ist, das von den Großeltern und Eltern an die Kinder geschenkt wird. Zudem geht man zur Mitternächtlichen Stunde zum Schrein und betet für das Neue Jahr.
Wir (Evegeni mit seiner Freundin aus Deutschland Kowali, Andrei, Gerald, Yuriko und ich) hatten uns am Abend auch zusammen gesetzt und jeder hat etwas anderes gekocht und dann haben wir alles auf den tisch gestellt, und jeder konnte sich von jedem nehmen - und es war extrem viel Essen, sodass wir viel fuddern konnten :)
Gegen 11 Uhr sind wir dann in die Stammbar von Andrei und Gerald - Eurohaus. Hier haben wir dann auch 0 Uhr mit Tikyla angestoßen und uns ein frohes Neues jahr gewünscht.
Im Anschluss sind Yuriko und ich dann zu einem lokalem Schrein gegangen und dort eine gute Stunde angestanden und im Anschluss dann noch ein wenig über das Schreingelände geschlendert. Denn es gab viele Essensstände und Glückslose udn Horoskope... so wie ein guter Kirmes, aber Ohne Stimmung :D
Bei einem Stand haben wir uns dann noch eine Schokoladenbanane geholt und wenn man beim Schnik-Schnak-Schnuk gegen die Verkäuferin gewinnt, dann bekommt man eine zweite und Yuri hat gewonnen :)
Am nächsten Tag haben wir erst einmal schön ausgeschlafen und dann mit dem Essen vom Vortag und zusätzlichen gebruncht. Aber jeder war vom Vortag noch so kaputt das wir so den ganzen Tag eher dösend zugebracht haben.
Am 2. Januar sind Yuriko und ich, die anderen hatten kein Interesse, nach meguro gefahren udn dort haben wir uns japanische Neujahrstradtition angeschaut. Das war nichts weltbewegendes, aber das Hotel in dem das Stadtfand war wunderschön dekoriert und ganz modern klassisch eingerichtet. Dazu am besten mal die Photos auf picasaweb anschauen.
Schließlich sind wir dann noch nach Yokohama gefahren und sind in ein Asienkitchen Restaurant gegangen. Yurikos Schwester arbeitet dort als Studentenjob und sie hatte uns ein Tisch resaviert und wir haben lecker geschmaust :)
Alle Photos hier.
PS: Wenn man in der ersten Nacht des neuen Jahres von einem Adler oder Auberginen träumt, dann ist das ein sehr gutes Zeichen für das Jahr, so glauben zumindest die Einheimischen...
Ich halte das für ein Quatsch, denn überlegt mal wann ihr das letzte mal von Gemüse geträumt habt :D
Gegen 11 Uhr sind wir dann in die Stammbar von Andrei und Gerald - Eurohaus. Hier haben wir dann auch 0 Uhr mit Tikyla angestoßen und uns ein frohes Neues jahr gewünscht.
Im Anschluss sind Yuriko und ich dann zu einem lokalem Schrein gegangen und dort eine gute Stunde angestanden und im Anschluss dann noch ein wenig über das Schreingelände geschlendert. Denn es gab viele Essensstände und Glückslose udn Horoskope... so wie ein guter Kirmes, aber Ohne Stimmung :D
Bei einem Stand haben wir uns dann noch eine Schokoladenbanane geholt und wenn man beim Schnik-Schnak-Schnuk gegen die Verkäuferin gewinnt, dann bekommt man eine zweite und Yuri hat gewonnen :)
Am 2. Januar sind Yuriko und ich, die anderen hatten kein Interesse, nach meguro gefahren udn dort haben wir uns japanische Neujahrstradtition angeschaut. Das war nichts weltbewegendes, aber das Hotel in dem das Stadtfand war wunderschön dekoriert und ganz modern klassisch eingerichtet. Dazu am besten mal die Photos auf picasaweb anschauen.
PS: Wenn man in der ersten Nacht des neuen Jahres von einem Adler oder Auberginen träumt, dann ist das ein sehr gutes Zeichen für das Jahr, so glauben zumindest die Einheimischen...
Ich halte das für ein Quatsch, denn überlegt mal wann ihr das letzte mal von Gemüse geträumt habt :D
Montag, 29. Dezember 2008
Okinawa
Die Inselgruppe Okinawa zählen zu den südlichsten Inseln Japans und befinden sich circa 1000km Südlich von Tokyo. Ursprünglich ein Königreich der Ryukyu, Jahrhundertelange Einflüsse der Japanischen und Chinesischen Kultur und schließlich am Ende des 2.Weltkrieges Kriegsschauplatz. Trotz alledem eine schöne tropische Insel, die für die Japaner wie Hawaii der Amerikaner oder Mallorca der Deutschen ist.
Wir haben uns unsere Weihnachtsfeiertage auf der Hauptinsel auf Okinawa-Honto verbracht. Yuriko hatte über das Internet einen sehr günstigen Flug ergattern können und so waren wir vom 23.12 für 4 Tage und 3 Nächte in Naha, der Hauptstadt.
Unser Zimmer war südländisch lässig und lag mitten in zentraler Lage in Naha, unmittelbar an einer riesigen Marktstraße. Die Atmosphäre und die Menschen sind von einem ganz anderen Schlag als in Tokyo. Zwar reden sie japanisch, haben aber noch ihre eigene Landessprache, eine Art Dialekt, die Mentalität ist aber wesentlich sympathischer. Südländisch eben. :) Die Leute reden viel und gerne, keiner ist in Hektik und an jeder Ecke wird auf einem 3 Saitigem landestypischen Zupf und Schlag Instrument regionale Musik gespielt.
Am 24.haben wir uns das Schloss Shurijo von Naha angeschaut. Es war ein unheimlich sonniger Tag und wir konnten endlich ein wenig von der Natur der Insel sehen. Das Schloss ist eine Rekonstruktion der im 2.Weltkrieges zerstörten Ryukou Königsresidenz. Das ganze Schlossgelände ist weiträumig mit Gartenanlagen und schön anzuschauen und verleitet zum schlendern. Zudem ist es auf der Anhöhe von Naha gebaut, wovon man auf die Stadt und das Meer schauen kann.
Da wirklich hervorragendes Wetter war, strahlender Sonnenschein, 23°C und keine Wolke am Himmel sind wir anschließend noch ein wenig an den nächstgelegenen Strand mit den Bus gefahren um dort uns ein wenig zu sonnen.
Da ja Heiligabend war, haben wir uns etwas Feines zum anziehen mitgenommen und sind in ein Hotelrestaurant mit feinem Buffee essen gewesen. Leider haben wir keine Kirche gefunden oder es gab keine, sodass wir nicht den Gottesdienst besuchen konnten.
Am Donnerstag haben wir uns den Süden der Insel vorgenommen. Hier fanden in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges entsetzliche Massenselbstmorde der japanischen zivil Bevölkerung und der Soldaten statt. Wir haben uns eine weitläufige Friedensgedenkstätte angeschaut mit Museum und Grabstätten. Das Wetter war auch erst regnerisch, dann hat es ein wenig aufgeklart, hat aber gedrückte Stimmung erzeugt und dafür gesorgt, dass die sonst dort mit Bussen ausgekippten Touristentouren ausblieben. Auf den Gedenkstätten gab es aber ein paar alte Damen die Blumen und Getränkeflaschen verkaufen, damit man beides! den verstorbenen ans Grab legen kann. Die Damen waren aber so gut mit den verkaufen, dass wir gleich bei der ersten 2 Sträuße gekauft haben, und uns anschließend geärgert haben das wir nicht nein sagen konnten. :P Nachdem wir aber auch bei einer 2. älteren Dame nicht ohne Blumenstrauß zu kaufen vorbeigekommen sind (diesmal nur einen, dafür aber zum selben Preis wie zuvor die 2) haben wir weitere Damen auf den Gedenkstätte gemieden… absolute Blumenmafia. :)
Anschließend sind wir zu einer Höhle gefahren, die spektakulärer im Reiseführer beschrieben wurde als sie letztendlich war. Dafür aber mitten Im Dschungel. Denn wenn es reale Natur irgendwo gibt, die nicht in Parks künstlich erzeugt oder durch Beton verdrängt wird, dann ist das undurchdringliches Gestrüpp. Eine Irre Vegetation die es aber auch nicht erlaubt abseits der Wege zu wandern, da das wirklich ohne Machete und gutes Schuhwerk nicht möglich ist.
Von der Friedensgedenkstätte zu der Höhle haben wir für 15 min mit einem Taxi knappe 2500Yen (knappe 20Euro bezahlt), war sonst nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen. Er hatte uns danach angeboten uns auch zum Hotel zu fahren, das bestimmt mit dem Auto 45/60min entfernt war und das für verdächtige 3000Yen. Da wird ja im Prinzip jeder sehr aufmerksam, aber wir haben uns entschieden mit dem Taxi zu fahren und am Ende der Strecke dann zu bezahlen, der Taxifahrer hat die ganze Zeit Yuriko in ein Gespräch vertieft und ständig langsam gefahren um uns Blumen am Strassenrand zu zeigen die besonders schön blühen… konnte mich aber gar nicht darauf konzentrieren weil ich das Taximeter immer weiter steigen sah.
Wir hatten ihn aber vorher mehrmals gefragt ob wirklich nur 3000Yen) und dann tatsächlich, nachdem das Taximeter die 3000 überschritten hatte, hat er es ausgeschaltet! Anschließend uns noch einen schönen Strand gezeigt und was noch viel besser war am Straßenrand angehalten und uns Zuckerrohr abgeschnitten und zu essen gegeben. Das ist echt irre lecker. 4-5cm Durchmesser, sieht aus wie Bambus und wenn man die Schale abgeschnitten hat ist innen weicher kern, den man in Stiften abbrechen kann und dann drauf rumkauen kann. Der Zucker liegt fast in gelöster Form vor und ist wahnsinnig saftig, frisch und fruchtig süß!
Zum Schluss hat er uns doch nicht zum Hotel gefahren, sondern uns einen Fischmarkt empfohlen, bei dem wir in der unteren Etage den Fisch uns auswählen können und in der oberen Etage dann gleich frisch essen können. Da hier natürlich der Fisch so unheimlich Frisch ist, bietet es sich an Sushimi zu essen, das ist in Scheiben geschnittener Roher Fisch den man mit ein wenig Soya Soße isst. Dazu noch Riesengarnele und eine Art fritierten Hering. Als Abrundung eine Fischsuppe und eine Schale Reis. Insgesamt sehr lecker, doch ein wenig zu viel Fisch :P
Am Freitag wollten wir in den Norden der Insel, jedoch ist das Ohne Auto nicht ganz so einfach und der Überlandbus braucht auch ewig. Der Grund ist das die Strassen, bzw die Küstenstrasse so verstopft ist. Ich kann mir nicht vorstellen, das es Spaß macht in Japan Auto zu fahren, weil man im Prinzip sich nur in im Stop-and-Go vorwärts bewegt. Aber im Bus kann man natürlich die Landschaft genießen, was wir auch getan haben. Weil an den Busplänen nicht die Entfernungszeiten dran stehen, haben wir es nicht ganz zu unseren ursprünglichen Ziels geschafft.
Zuerst sind wir in nachkonstruiertes Ureinwohner Dorf gefahren, dass aber mir nicht ganz so gefallen hat, weil hier so brutal auf Touristennepp alles nachgebaut wurde und für dumme Amerikaner (die hier auf der Insel zu Hauf unterwegs sind) als „echtes Leben“ verkauft wird. Diese genießen das vollends als Film und Fotokulisse
Anschließend sind wir an einen der vielen Strände gefahren, die hier an der Westküste immer wieder vorkommen.
Schließlich sind wir noch zu einer Steilklippe gefahren, die der Reiseführer zu recht als wunderschön angepriesen hat. Zwar hat es mich sehr an Irland erinnert, und Antonia und die Eltern wissen warum, trotz alledem war es wunderschön.
Schließlich sind wir wieder nach Naha gefahren um dort noch ein abschließendes Essen, landestypisch Soba (Nudelsuppe ) zu essen und im Anschluss noch ein wahnsinnig leckeren Nachtisch *breit grins* Japanisches Eis!
Alle Fotos wie gewohnt hier.
Wir haben uns unsere Weihnachtsfeiertage auf der Hauptinsel auf Okinawa-Honto verbracht. Yuriko hatte über das Internet einen sehr günstigen Flug ergattern können und so waren wir vom 23.12 für 4 Tage und 3 Nächte in Naha, der Hauptstadt.Zudem gab es unheimlich viel zu kaufen, dass sich durchaus von den üblichen japanischen Kitsch unterscheidet.
Da ja Heiligabend war, haben wir uns etwas Feines zum anziehen mitgenommen und sind in ein Hotelrestaurant mit feinem Buffee essen gewesen. Leider haben wir keine Kirche gefunden oder es gab keine, sodass wir nicht den Gottesdienst besuchen konnten.
Von der Friedensgedenkstätte zu der Höhle haben wir für 15 min mit einem Taxi knappe 2500Yen (knappe 20Euro bezahlt), war sonst nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen. Er hatte uns danach angeboten uns auch zum Hotel zu fahren, das bestimmt mit dem Auto 45/60min entfernt war und das für verdächtige 3000Yen. Da wird ja im Prinzip jeder sehr aufmerksam, aber wir haben uns entschieden mit dem Taxi zu fahren und am Ende der Strecke dann zu bezahlen, der Taxifahrer hat die ganze Zeit Yuriko in ein Gespräch vertieft und ständig langsam gefahren um uns Blumen am Strassenrand zu zeigen die besonders schön blühen… konnte mich aber gar nicht darauf konzentrieren weil ich das Taximeter immer weiter steigen sah.
Wir hatten ihn aber vorher mehrmals gefragt ob wirklich nur 3000Yen) und dann tatsächlich, nachdem das Taximeter die 3000 überschritten hatte, hat er es ausgeschaltet! Anschließend uns noch einen schönen Strand gezeigt und was noch viel besser war am Straßenrand angehalten und uns Zuckerrohr abgeschnitten und zu essen gegeben. Das ist echt irre lecker. 4-5cm Durchmesser, sieht aus wie Bambus und wenn man die Schale abgeschnitten hat ist innen weicher kern, den man in Stiften abbrechen kann und dann drauf rumkauen kann. Der Zucker liegt fast in gelöster Form vor und ist wahnsinnig saftig, frisch und fruchtig süß!
Anschließend sind wir an einen der vielen Strände gefahren, die hier an der Westküste immer wieder vorkommen.
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