Montag, 29. Dezember 2008

Okinawa

Die Inselgruppe Okinawa zählen zu den südlichsten Inseln Japans und befinden sich circa 1000km Südlich von Tokyo. Ursprünglich ein Königreich der Ryukyu, Jahrhundertelange Einflüsse der Japanischen und Chinesischen Kultur und schließlich am Ende des 2.Weltkrieges Kriegsschauplatz. Trotz alledem eine schöne tropische Insel, die für die Japaner wie Hawaii der Amerikaner oder Mallorca der Deutschen ist.
Wir haben uns unsere Weihnachtsfeiertage auf der Hauptinsel auf Okinawa-Honto verbracht. Yuriko hatte über das Internet einen sehr günstigen Flug ergattern können und so waren wir vom 23.12 für 4 Tage und 3 Nächte in Naha, der Hauptstadt.
Unser Zimmer war südländisch lässig und lag mitten in zentraler Lage in Naha, unmittelbar an einer riesigen Marktstraße. Die Atmosphäre und die Menschen sind von einem ganz anderen Schlag als in Tokyo. Zwar reden sie japanisch, haben aber noch ihre eigene Landessprache, eine Art Dialekt, die Mentalität ist aber wesentlich sympathischer. Südländisch eben. :) Die Leute reden viel und gerne, keiner ist in Hektik und an jeder Ecke wird auf einem 3 Saitigem landestypischen Zupf und Schlag Instrument regionale Musik gespielt.
Zudem gab es unheimlich viel zu kaufen, dass sich durchaus von den üblichen japanischen Kitsch unterscheidet.
Am 24.haben wir uns das Schloss Shurijo von Naha angeschaut. Es war ein unheimlich sonniger Tag und wir konnten endlich ein wenig von der Natur der Insel sehen. Das Schloss ist eine Rekonstruktion der im 2.Weltkrieges zerstörten Ryukou Königsresidenz. Das ganze Schlossgelände ist weiträumig mit Gartenanlagen und schön anzuschauen und verleitet zum schlendern. Zudem ist es auf der Anhöhe von Naha gebaut, wovon man auf die Stadt und das Meer schauen kann.
Da wirklich hervorragendes Wetter war, strahlender Sonnenschein, 23°C und keine Wolke am Himmel sind wir anschließend noch ein wenig an den nächstgelegenen Strand mit den Bus gefahren um dort uns ein wenig zu sonnen.

Da ja Heiligabend war, haben wir uns etwas Feines zum anziehen mitgenommen und sind in ein Hotelrestaurant mit feinem Buffee essen gewesen. Leider haben wir keine Kirche gefunden oder es gab keine, sodass wir nicht den Gottesdienst besuchen konnten.
Am Donnerstag haben wir uns den Süden der Insel vorgenommen. Hier fanden in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges entsetzliche Massenselbstmorde der japanischen zivil Bevölkerung und der Soldaten statt. Wir haben uns eine weitläufige Friedensgedenkstätte angeschaut mit Museum und Grabstätten. Das Wetter war auch erst regnerisch, dann hat es ein wenig aufgeklart, hat aber gedrückte Stimmung erzeugt und dafür gesorgt, dass die sonst dort mit Bussen ausgekippten Touristentouren ausblieben. Auf den Gedenkstätten gab es aber ein paar alte Damen die Blumen und Getränkeflaschen verkaufen, damit man beides! den verstorbenen ans Grab legen kann. Die Damen waren aber so gut mit den verkaufen, dass wir gleich bei der ersten 2 Sträuße gekauft haben, und uns anschließend geärgert haben das wir nicht nein sagen konnten. :P Nachdem wir aber auch bei einer 2. älteren Dame nicht ohne Blumenstrauß zu kaufen vorbeigekommen sind (diesmal nur einen, dafür aber zum selben Preis wie zuvor die 2) haben wir weitere Damen auf den Gedenkstätte gemieden… absolute Blumenmafia. :)
Anschließend sind wir zu einer Höhle gefahren, die spektakulärer im Reiseführer beschrieben wurde als sie letztendlich war. Dafür aber mitten Im Dschungel. Denn wenn es reale Natur irgendwo gibt, die nicht in Parks künstlich erzeugt oder durch Beton verdrängt wird, dann ist das undurchdringliches Gestrüpp. Eine Irre Vegetation die es aber auch nicht erlaubt abseits der Wege zu wandern, da das wirklich ohne Machete und gutes Schuhwerk nicht möglich ist.

Von der Friedensgedenkstätte zu der Höhle haben wir für 15 min mit einem Taxi knappe 2500Yen (knappe 20Euro bezahlt), war sonst nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen. Er hatte uns danach angeboten uns auch zum Hotel zu fahren, das bestimmt mit dem Auto 45/60min entfernt war und das für verdächtige 3000Yen. Da wird ja im Prinzip jeder sehr aufmerksam, aber wir haben uns entschieden mit dem Taxi zu fahren und am Ende der Strecke dann zu bezahlen, der Taxifahrer hat die ganze Zeit Yuriko in ein Gespräch vertieft und ständig langsam gefahren um uns Blumen am Strassenrand zu zeigen die besonders schön blühen… konnte mich aber gar nicht darauf konzentrieren weil ich das Taximeter immer weiter steigen sah.
Wir hatten ihn aber vorher mehrmals gefragt ob wirklich nur 3000Yen) und dann tatsächlich, nachdem das Taximeter die 3000 überschritten hatte, hat er es ausgeschaltet! Anschließend uns noch einen schönen Strand gezeigt und was noch viel besser war am Straßenrand angehalten und uns Zuckerrohr abgeschnitten und zu essen gegeben. Das ist echt irre lecker. 4-5cm Durchmesser, sieht aus wie Bambus und wenn man die Schale abgeschnitten hat ist innen weicher kern, den man in Stiften abbrechen kann und dann drauf rumkauen kann. Der Zucker liegt fast in gelöster Form vor und ist wahnsinnig saftig, frisch und fruchtig süß!

Zum Schluss hat er uns doch nicht zum Hotel gefahren, sondern uns einen Fischmarkt empfohlen, bei dem wir in der unteren Etage den Fisch uns auswählen können und in der oberen Etage dann gleich frisch essen können. Da hier natürlich der Fisch so unheimlich Frisch ist, bietet es sich an Sushimi zu essen, das ist in Scheiben geschnittener Roher Fisch den man mit ein wenig Soya Soße isst. Dazu noch Riesengarnele und eine Art fritierten Hering. Als Abrundung eine Fischsuppe und eine Schale Reis. Insgesamt sehr lecker, doch ein wenig zu viel Fisch :P
Am Freitag wollten wir in den Norden der Insel, jedoch ist das Ohne Auto nicht ganz so einfach und der Überlandbus braucht auch ewig. Der Grund ist das die Strassen, bzw die Küstenstrasse so verstopft ist. Ich kann mir nicht vorstellen, das es Spaß macht in Japan Auto zu fahren, weil man im Prinzip sich nur in im Stop-and-Go vorwärts bewegt. Aber im Bus kann man natürlich die Landschaft genießen, was wir auch getan haben. Weil an den Busplänen nicht die Entfernungszeiten dran stehen, haben wir es nicht ganz zu unseren ursprünglichen Ziels geschafft.
Zuerst sind wir in nachkonstruiertes Ureinwohner Dorf gefahren, dass aber mir nicht ganz so gefallen hat, weil hier so brutal auf Touristennepp alles nachgebaut wurde und für dumme Amerikaner (die hier auf der Insel zu Hauf unterwegs sind) als „echtes Leben“ verkauft wird. Diese genießen das vollends als Film und Fotokulisse

Anschließend sind wir an einen der vielen Strände gefahren, die hier an der Westküste immer wieder vorkommen.
Schließlich sind wir noch zu einer Steilklippe gefahren, die der Reiseführer zu recht als wunderschön angepriesen hat. Zwar hat es mich sehr an Irland erinnert, und Antonia und die Eltern wissen warum, trotz alledem war es wunderschön.
Schließlich sind wir wieder nach Naha gefahren um dort noch ein abschließendes Essen, landestypisch Soba (Nudelsuppe  ) zu essen und im Anschluss noch ein wahnsinnig leckeren Nachtisch *breit grins* Japanisches Eis!
Alle Fotos wie gewohnt hier.

Sonntag, 28. Dezember 2008

X-Mas Party

Am 4. Advent war bei uns eine Weihnachtsfeier angesetz und wir hatten dazu alle Freunde, die wir so im Laufe der Zeit hier so getroffen haben eingeladen um mit Ihnen zu feiern. Beginn war 18 Uhr angesetzt und es gab neben Bier und Sake auch Selbstgemachten Glühwein und Putengeschnetzeltes mit Reis.
Es waren insgesamt 25 Leute und wir hatten eine schöne Feier. Allerdings würden wir uns in Deutschland niemals bei 14 Jungen trauen nur einen Kasten Bier hinzustellen. Aber glücklicherweise verträgt die einheimische Bevölkerung nicht soviel (Der Grund: Acetaldehyddehydrogenase, kurz ALDH) und somit blieben noch ein paar Dosenbier übrig. :)

Da die letzten Züge wieder so früh fuhren sind die meisten schon wieder 10:00/10:30 gegagen, und die restlichen sind bis zum morgen geblieben. Rundum eine schöne Feier :). Bilder

Bonenkai und Disneyland

Jetzt bin ich zwar schon 3 Wochen im Verzug, aber nachdem ich von vielen höre, dass sie meinen Blog regelmäßig lesen, wollte ich auch den Beitrag über Bonenkai und das Disneyland nicht vorenthalten. An dieser Stelle ein herzliches Dank nach Hannover, Karlsfeld, Berlin und Gräfentonna an die fleißigen Blogleser :)

An dem 3. Advent Wohenende war am Freitag Bonenkai. Das ist die End-of-the-year-party hier in Japan. Im Grunde genommen eine Weihnachtsfeier, die aber natürlich Aufgrund des fehlendens der christlichen Wurzeln nicht so genannt werden kann. Auf der Einladung stand beginn 18:00 Uhr und Ende 20:00 Uhr. Das wirkt auf den ersten Blick sehr befremdlich, dass ein Ende einer Feier nach 2 Stunden schon angegeben ist, aber das ist hier Kultur. (Auch auf Hochzeitseinladungen steht ein Ende der Feier drauf. o_O) Der Rahmen war sehr steif gehalten.

Zunächst wurde eine Rede vom Firmencheff gehalten, die, wie ich anfangs naiverweise annahm 5 nette Gruß-eröffnungsworte beinhaltet, die sich aber über eine halbe Stunde hinzog.
Es wurde über das Jahr ein Rückblick gegeben und die Mitarbeiter jeder Abteilung, die sich besonders eingebracht haben, erhielten Geschenke und die Möglichkeit ein paar Dankesworte zu sagen, die sich im Angesichts des leckeren Buffee´s endlos hinzogen... und plötzlich liefen alle zu den Bierdosen schenkten sich gegenseitig die Gläser voll und prosteten den Cheff zu. (Er hatte dazu höflich auf japanisch gebeten, doch da ich kein Wort verstanden hatte, wirkte das wie: "Wow, wir haben nur 2 Stunden Zeit, eine halbe Stunde ist schon mit Reden verschwendet wurde, auf zur Druckbetankung!"*lach* Anschließend ging der gemütliche Teit des Abends los.

Wir haben mit ein paar Kollegen gesprochen, die erstaunlicherweise sehr gutes Englisch konnten und eine angeheiterte Stimmung fing an richtig angenehm zu werden...
... bis plötzlich jemand sein Glas erhob und alles verstummte. Es war der Firmencheff der das zweite Mal für gute 20 Minuten die Chance ergriff eine Rede zu halten, die dann kurz nach 8 endete. Somit war der offizelle Teil des Abends gelaufen und alle verließen schlagartig den Raum.

Alle? Nein! Ein Junge blieb, denn das Buffee offerierte noch jede Menge Obst das hier jenseits von Gut und Böse auf der Preisliste liegt und nur darauf wartete gegessen zu werden. Also hat der Junge - ihr ahnt schon wer es war - genau ich! Als richtiger Ossi, habe mich nochmal über das Obst gestürzt (diesmal ohne Hashi (Ess-Stäbchen), weil das nur unnötig aufgehalten hätte) und mir danach noch einen japanischen Likör genehmigt, den ich während der letzten Rede erspäht hatte und noch nicht gekostet hatte. Ein Verteiler muss sein und rundete den Abend für mich ab :)

Disneyland

Am nächsten Morgen habe ich mich früh mit Yuriko Im Disneyland-Tokyo getroffen um den Tag dort zuzubringen. Tokyo hat gleich 2 Disneylands. Disneyland und Disney-sea. Letzteres ist für die Älteren gedacht und hat mehr Achterbahnen und nicht so viel von Pinochio und Dumbo.
Glücklicherweise hatte Yuriko schon im vorraus Karten gekauft und uns somit ein Kartenkaufen incl 1 Stunde anstehen erspart. Sie war glücklich, dass sie noch Karten bekommen hatte, denn alle Karten im Vorverkauf waren ausverkauft gewesen, was auch bedeutete, dass halb Japan am Samstag bei schönsten Wetter nach Disneyland fährt. Und dem war auch so! Irre!!!

Aber der Park ist dafür ausgelegt, ist riesig und bietet jede Menge Möglichkeiten sich auszutoben. Die Kulissen sind herrlich schön! Zwar alles aus Plastik, aber das Italien sieht aus wie Italien, die arabische Welt sieht aus wie in der Wüste von Arabien und alte Englische Schlösser so, als wenn sie schon seit 800 Jahren in Tokyo stehen würden. Dazu auch noch passende Musik aus versteckten Lautsprechern, echte Pflanzen und das Personal trägt authentische Kleidung.
Das Einzige was nicht stimmt: Wenn man einen Araber, mit seinen kleinen Muck Hosen, den Schnabelschuhen, der Weste und dem typischen arabischen roten Hut sieht und dann doch zuletzt am geschminkten Gesicht merkt, dass ein Japaner in der Verkleidung steckt :)

Die Attraktionen haben die 2 Möglichkeiten zum betreten. Die Erste ist: man wartet und steht in einer Schlange (hier ist am Eingang ein Schild wieviele Minuten das Warten dauert) oder man geht zu einen Automaten und bekommt einen Fastpath-Zugang. Hiermit hat man ein Zeitfenster von einer Stunde inder man in 2/3 Stunden nach dem ziehen die Attraktion sehr schnell besuchen kann. Das heißt, wenn man 10:00 Uhr ein Ticket zieht und die Schlange sagt 70minuten warten, dann bekommt man ein Zeitfenster von 11:30 bis 12:30 zugewiesen. Hierbei benötigt man wirklich nur ca 10 Minuten warten und kann sofort die Attraktion nutzen. Wir sind also anfangs durch den Park gelaufen und haben Tickets gesammelt und diese dann Stück für Stück abgeabeitet.
Zwischendurch gab es auch ein paar Paraden mit Mickey und Donald, die zwar ein wenig kitschig sind aber dennoch sehr schön.

Im Laufe des Tages/Abends waren dann aber leider keine Fastpath Tickets mehr verfügbar, auf grund der Menschenmenge und wir haben noch 2 Attraktionen besucht mit "nur" 2Stunden warten. :)

Abends gab es dann noch schöne Paraden mit Licht und Feuer/Feuerwerkshow.

Zudem war das Disneyland weihnachtlich geschmückt und es kam auch Weihnachtstimmung auf. Denn es wurden Weihnachtslieder gespielt. Doch hingegen meinen Erwartungen wurden nicht nur amerikanische Weihnachtslieder gespielt, sondern vorwiegend deutsche und auch hier nicht "Ihr Kinderlein kommet" oder "Oh Tannenbaum", sondern "Macht hoch die Tür, die Tore macht Weit", "In Dulci jubilo", "Tausend Sterne sind ein Dom" und "Maria durch ein Dornwald ging". zwar nehme ich nicht an das die Japaner überhaupt irgend ein Lied davon kannten, aber mich hat es gefreut und in Weihnachtsliche Stimmung versetzt, da es dann auch um die 10°C abends war.
Die Fotos vom Disneyland sind hier zu finden.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Der 2. Advent und Trainee-treffen

Diesmal wurde das zweite Teelicht angebrannt und es gab auch Stollen dazu! Für Euch sicherlich nichts ausergewöhnliches, aber für mich hier eine kleine Sensations - Echte Importware! ... und er schmeckt sogar noch! (hatte die Auswahl ywischen 250g Orignal Dresdner Stollen für 8Euro oder 750g für 10€ aus Soest. Der letztere ist es geworden.)

Zudem war ich in dem Laden der in Japan als X-mas Supplier (Weihnachts-Einkaufsgeschäft) dient. Kleines Kreutzworträtsel: Schwedisches Einrichtugnshaus, 4 Buchstaben? Genau - Ikea. Hier gibt es alles für die Weichnachtsbedürfnisse der Japaner: Vorteil für mich: auch Glühwein, jede Menge Spekulatius und Weihnachtsgebäck.


Und für die Japaner: Echt Tannenbäume, die stacheln, nach Tanne riechen, ca 60cm hoch sind(sodass sie bequem in die Ikea-Einkaufstasche passen), aussehen wie echte Edel-Krücken UND wenn man den Tannenbaum nach Weinachten wieder zu Ikea zurückbringt gibt es einen Einkaufsgutschein im Wert des Tannenbaumes als Tausch!

Tolle Geschäftsidee, die Schweden gefallen mir :) vielleicht sollte ich mal ein Praktikum in Schweden machen *lach*
Hier ein absolutes Highlight: Schwarze Christbaumkugeln

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Gestern war ein Bosch-Japan-Praktikanten Treffen. Es war in der Hauptfabrik in Higaschimazuyama, die 2500 Bosch Mitarbeiter beschäftigt und ca. 2 Stunden mit dem Zug von uns entfernt im Nordwesten von Tokyo lag. War ein sehr lustiger Tag - größtenteil nur Deutsche, aber da es auch ein paar andere Nationen vertreten waren, wurde das Meeting komplett in English gehalten, was glücklicher-und erstaunlicherweise für mich fast keinen Unterschied mehr macht *grins*

Es gab auch einen Workshop bei dem wir ein wenig die Unterschiede zwischen der Deutschen und der Japanischen Kultur ausarbeiten sollten. Gruppenarbeit, 6 Gruppen zu je 6/7 Personen. (insgesmat beschäftigt Bosch zurzeit in Japan rund 50Praktikanten.)


Eine sehr lustige Geschichte ist, dass wir einen Franzosen in der Gruppe hatten, der gefragt hatte wie denn die Kunden in einem Deutschen Supermark behandelt werden? (In Japen wird man im Supermarkt von jedem Mitabreiter einzeln begrüßt und alles und jeder ist sehr super freundlich und höflich und der Kassierer an der Kasse packt einen alle eingekauften Waren in eine Tüte und bedankt sich 2mal für das einkaufen - Ein vollkommen anderes Einkaufen als in Deutschland wo man gerne mal die missmutige Laune der Kassiererin im Aldi bemerkt und es einem leid tut, dass man überhaupt etwas einkauft und gerade heute wo die Kassiererin doch so gar keine Lust auf Arbeit hat und das promt auch allen Kunden mulbrömig mitteilt) Dieses Klischeehafte Verhalten hatten wir auch dem Franzosen erklärt und er hatte uns gesagt das es in Frankreisch heißt "Der Kunde ist König", wir meinten daraufhin, dass es den selben Spruch auch bei uns geben würde, worauf er erweiderte: "Nein ihr versteht nicht, als Kunde wird man in Frankreich ganz schlecht behaldelt und der Spruch "Der Kunde ist König" kommt daher, weil die Franzosen ihren König geköpft hatten" Wir haben schallend gelacht.

Ansonsten haben wir mit vielen Praktikanten uns so ausgetauscht und unterhalten und jede Menge Spaß und ein vorzügliches Mittagsessen gehabt bei dem wir uns (also ich zumidnest) nach alter Studentenmanier den Bauch richtig vollgeschlagen habe. Es gab sogar lecker Kuchen!

Auf dem Rückweg von dem Meeting bin ich noch in Ikebukuro (einene weiteren Stadteil von Tokyo, in dem ich zuvor noch nie war) herumgelaufen und dort gab es im Prinzip eine Einkaufsstrasse an der anderen, wobei ich mir ein paar wilde Geschäfte angeschaut habe.


Alle Bilder auf Picasaweb

Dienstag, 2. Dezember 2008

Clubevening in Roppongi

Dieses Wochenende ist nicht viel passiert, wir haben die Zeit aber dennoch totgeschalgen. Jedoch viel geschalfen. Das lag zum einen daran, dass ich meine Erältung auskurieren wollte und zum anderen an dem Clubabend am Samstag. :)

Wir waren diesmal nicht nur die üblichen Verdächtigen sondern eine Freundin von Yuriko, Miho und von Andrei und Evgeni aus der Sprachschule waren noch der Franzose Jonathan und der Schweizer Oliver mit von der Partie, zudem hatte sich dann noch die Freundin von Jonathan, Ayumi mit im Club zu uns gesellt :)


Davor sind wir jedoch noch ein wenig durch Roppongi gelaufen, hatten auf die adneren gewartet und uns bei warm angenehmen 16°C die Nachtlandscahft angeschaut.
Glücklicherweise hatte ich mein Statriv dabei um ein paar schöne Aufnahmen zu machen :)


Da der Club nicht ganz günstig war (1 bier 6 Euro) haben wir vorgeglüht. Keine Ahnung ob das einheimische auch so machen würden, wir haben uns jedenfalls im Supermarkt (auf der anderen Strassenseite des Clubs) mit dem nötigen Alkohol und Fressalien versorgt und uns direkt vor dem Supermarkt gestellt.

Da ich vermute, dass jetzt einige Leser denken, mensch der Junge erzählt dort drüben immer nur vom trinken und Party, da muss ich dazu sagen, dass auch hierzulande der Alkohol in gesellschaftlichen Rahmen gerne und viel genossen wird. Wir aber aufgrund der Größe der Gruppe kein Restarant/Bar finden konnten in denen alle unter gekommen wären und wo wir auch etwas zu essen bekommen hätten, haben wir uns auch in dem Convinience Store mit Essen versort. Es gibt viel Speisen, die auch warm angeboten werden oder bei Wunsch auch in der Mikrowelle erwärmt werden können. Ein Konvinience Store ist also ein kleiner Tante Emma laden, gepaart mit einer Imbisbude - oder so ähnlich. :)


Anschließend ging es dann in den Keller eines Blumenladens, denn dort war tatsächlich der Club angesiedelt :D

Naja drinnen hieß es dann tanzen bis zum morgen:) Ein paarmal sind die Lautsprecher ausgefallen und man hatte auch die vorlieben des DJ´s für das ein oder andere sich wiederholende Lied gespürt, die Stimmung war aber trotzdem schön und so hatten wir viel Spaß.




Da die Züge erst ab 5 oder halb 6 morgens fahren, waren wir dann auch erst halb acht endgültig im Bett. Naja und dann geht der halbe Sonntag, in diesem Fall der erste Advent zu Ende. Naja ein Teelich hab ich am Abend angezündet... aber von Weihnachtlicher Stimmung ist hier nichts zu spüren :(

Bilder hier.