Diesen Sonntag habe ich endlich das schöne Winterwetter genutzt um den lange schon anvisierten Ausflug zur Westküste der Boso Halbinsel durchzuführen.

Zuerst ging es fast bis zum Süden zu Punkt B, nach Tateyama. Das ist eine Stadt die rund 120km entfernt von Punkt A (Funabahsi, wo ich wohne) ist. Hier habe ich mir das Tatayama Castle angeschaut. Wunderschöner Bau! So wie man sich ein japanisches kleine Schloss vorstellt. Auf einer Bergkuppe errichtet mit Blick auf das Umland und umgeben von Kirschbäumen die zur traditionellen Kirschblüte, Sakura, mit dem Schloss sicherlich ein grandioses Bild ergeben.

Schon alleine die Stadt ist sehr schön, da hier überall Palmen stehen und ein Sandstrand mit dunklen Sand sehr einladend war, wäre da nicht dieser furchtbar kalte Wind gewesen. (Furchtbar kalt ist hier ca 8/10°C, Plus versteht sich :P )

Anschließend ging es dann etappenweise Richtung Norden. Natürlich mit der Bahn, da ich hier kein Auto habe und wir es ja schon einmal mit dem Fahrrad probiert hatten und gescheitert sind. Die nächste Sation heißt Awakatsuyama (Punkt C). Hier ist auch eine Burg im japanischen Stil, die sich aber, nach einen wirklich sehr abenteuerlichen Weg (da geht vll. nur 1Person jede Woche hoch), als Aussichtspunkt entpuppt hat. Aussicht hatte man auf jeden Fall von hier oben!

Die nächste Station war eigentlich der Hauptgrund für die Reise. Eine Überdiemensionale Buddhastatue (33Meter) und viele kleine Buddha Statuen (rund 1000) die sich auf einen Berggelände erstrecken. Um dort hin zu gelangen hat man die Möglichkeit auf der flachen Seite des Berges (300m) hoch zu wandern oder mit dem Auto zu fahren oder auf der steilen Seite. Da die Japaner aber ungemein Lauffaul sind, haben sie eine Seilbahn gebaut.
Da mir aber die Worte meiner guten Freundin Julia in den Ohren lagen (an dieser Stelle schöne Grüße nach Südamerika :) ) "Es ist nicht das selbe, wenn du ein Berg selber erklommen hast und bei jedem Schritt gekeucht und geschwitzt hast oder wenn du mit dem Auto/Seilbahn wie zum Gipfel fährst. Du hast das gefühl das du dir diese Sicht erkämpft hast!" :)

Naja und da habe ich mich nicht lumpen lassen und bin die einsame Treppe gelaufen und die Sicht von dort oben ist phänomenal, auch wenn ich geschwitzt und gekeucht habe (300Höhenmeter in knapp 30min).
Am Berggipfel habe ich sogar ganz vergessen weshalb ich auf den Berg gestiegen bin, wenn nicht der Aussicht wegen. Die Buddha´s... am besten einfach mal die Bilder auf Picasaweb anschauen.

Der obere Buddha ist der Nihon-ji, ein Tempel zum beten, der Aus den Felsen gehauen und geformt wurde.
Der untere ist in Stein in den Felsen gahauen. Diesen empfand ich als wesentlich beeindruckender, da die Felsen in der Umgebunf alle rechtwinklig zuliefen und bearbeitet wurden, aber das über hunderte von Metern.

Der Abstieg wurde in der Hälfte der Zeit bewältigt, obwohl ich weiß, dass man keinen Berg hinunterjoggend sollte. Aber ich musste meine Bahn erwischen, weil die nur stündlich fahren und 500Yen für die Seilbahn war es mir nicht Wert, zudem lauf ich ja gerne :) Naja gerannt incl. Wadenkrämpfe, und dann vollkommen verschwitzt am Bahnhof angekommen und tatsächlich in der Minute fuhr auch schon ein Zug ein in den ich Hals über Kopf gesprungen bin.
Leider war das ein Sonderzug. Expresszuschlag von 500Yen war fällig! *lach* Der Herr gibt der Herr nimmt... naja jedenfalls habe ich es noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang zum Punkt E geschafft.
Eine 56m große Beton Frau oder wieder ein Buddha? Jedenfalls komplett von innen begehbar und als Aussichtspunkt gedacht. Das habe ich aber aufgrund der Dunkelheit und der vielen schönen Aussicht am Tag dann aber sein lassen.

Alle Photos vom Ausflug auf
Picasaweb.
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