Meine Reise begann am 11. September in Berlin. Der Flug ging von Berlin nach München, dort hatte ich 1,5 Stunden Aufenthalt und dann ging es weiter nach Tokyo. Nachdem die Zollformulare ausgefüllt waren, wurde ich von Mathias - einen Praktikanten von Bosch - der zufälligerweise auch aus Thüringen stammte, abgeholt und es ging direkt zu unserem Hostel. Wir wohnen in Funabashi, einer Vorstadt von Tokyo. Es ist ca. 20km von Tokyo entfernt, aber die Grenzen sind hier so fließend, dass man nur eine einzige riesige Stadt mit bekommt... Es ist gigantisch :)
Ich wohne im "Happy-House" und das ist nicht, wie der Name vermuten lässt, ein Stundenhotel, sondern ein Hostel, wo auf jeder Etage 4 Einzelzimmer mit gemeinsamen Bad und Küche sind. Oben auf dem Bild ist es zu sehen und die Praktikanten von Bosch wohnen in der unteren Etage.
Mein Zimmer ist 6 Reismatten groß (ca. 10m²) und hat wie auf dem Foto zu sehen ist ein gemütliches Futon-Bett, ein Schrank, der in der Wand eingelassen ist, ein PC-Tisch und ein Regal. Zudem neben Tür und Fenster auch eine Klimaanlage ohne die man hier sterben würde. Es sind ca 25°C, aber Luftfeuchtigkeit wie in den Tropen. Ein sehr unangenehmes Klima, wobei zudem die Luft auch sehr eigenartig riecht. Zum einen kann man gar nichts riechen, weil die Nase irgendwie verklebt ist, zudem riecht es nach allem andern auch, nach Abgasen, nach Essen, nach Schweiß, nach Meer, nach allem und widerum nichts - ich hoffe das ist anderes, wenn man auf dem Land ist.
Die ersten 3 Tage sind eher gemütlich verlaufen, wobei wir am 2. Tag mächtig mit dem Jetlack zu kämpfen hatten. Trotzdem sind wir mit Mathias mit nach Tokio gefahren, er um Souvenirs zu kaufen und wir um mal die Stadt zu sehen. Stellt euch einfach einen Asiamarkt von der Größe einer Riesenmetropole vor - Irre! und überall bunt und blinkendes licht und Japaner, die wie auf den Teleshoppingsendern vor Ihren Läden stehen und lautstark Propaganda betreiben.
Tja wir waren da ja nun auch nicht ganz alleine unterwegs und deshalb wuseln jede Menge Japaner um einen herum. Ein Glück, das ich in den Meisten Fällen mindestens einen kopf größer bin, als die vor mir laufenden, sodass ich "Luft" bekomme.
Bisher habe ich noch keine Rushhour erlebt, sodass sich die menschenmenge sicherlich deutlich noch erhöhen kann, aber es sind schon -wie die Dresner sagen - tüchtig viele :)
Das essen ist, wie vorher schon bekannt, sehr von Fisch und Reis in den unterschiedlichsten Varianten geprägt. Auch sehr viel roher Fisch. Die Preise dafür sind von günstig, bis äußerst abgehoben. Die Preise für Lebensmittel sind höher als in Deutschalnd, sodass ein großer teil meines Lohnes nur alleine für das Essen drauf geht... aber Gott sei Dank, es gibt Kartoffeln (auch wenn zu fünft oder sechst abgepackt.)... aber ab da war Japan für mich gerettet. :)

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